Samstag, 15 Dez 2018
 
 
Vereinschronik Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 20. Januar 2011 um 21:14 Uhr
Kurzübersicht

1924
Mündlich überlieferte Gründung einer Mannschaft

1929
Offizielle Gründung des Vereins mit 22 Mitgliedern

1935
Auflösung des Vereins aufgrund der politischen Lage

1946
Der Verein wird wieder ins Leben gerufen

1949/59
Krisen des Vereins

1965
Neubau der Anlage mit Sporthalle

ab 1980
Bau der Tennis- und Stockschützenanlage
Sparten
Gründung der Sparten



1924

Mündlich überliefert sind die Anfänge im Juni 1924, als sich 20 junge Hofstettener Burschen trafen um einen Sportverein zu gründen.

Da man für einen Fußball erst sparen musste, wurden zunächst Turnübungen auf einer Wiese veranstaltet. Sobald die für den Ball benötigte Summe vorhanden war, wurde dieser umgehend gekauft und die Sportbegeisterten konnten ihrer Leidenschaft - dem Fußballspiel - umgehend nachkommen.

1929

Am 30. Juni 1929 wurde der Verein offiziell mit 22 Mitgliedern gegründet. Bei der Gründungsversammlung stand als erster Punkt die Wahl der Vorstandschaft auf der Tagesordnung:

* Vorstand: Georg Dietmair

* Kassierer: Andreas Ritzler

* Schriftführer: Isidor Kraus

* Vereinsdiener: Hermann Drexl

Desweiteren wurden folgende Beschlüsse getroffen:

Der Vereinsbeitrag wurde auf 50 Pfennige im Monat festgelegt.

Mitgliedern der Jugendmannschaft wurde ein Nachlass von 10 Pfennigen gewährt.

Der Beitrag musste monatlich an jedem ersten Sonntag des Monats gezahlt werden.

Training war Dienstags und Freitags.

Im März 1930 wurde von Fam. Hipp und Fam. Pfetterle eine Wiese für ein Jahr als Fußballplatz zur Verfügung gestellt. Die Einweihung mit Pokalturnier und Festzug fand an Ostern statt. Mit Theateraufführungen wurde die Vereinskasse aufgebessert.

1935 – 1946

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 führte zu einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen. So löste sich im Rahmen der Gleichschaltung der Verein am 27. Januar 1935 auf. Das Geld aus der Vereinskasse wurde gleichmäßig unter den Mitgliedern und der Theaterleiterin aufgeteilt und zu einem Ausflug verwendet.

1945 endete der 2. Weltkrieg. Obwohl in allen Lebensbereichen noch die Auswirkungen zu spüren waren, trafen sich am 3. Mai 1946 28 ehemalige Mitglieder des Vereins, um den FC Hofstetten wieder ins Leben zu rufen. Die erste Führungsriege wurde von

* Max Schelle (Vorsitzender)

* Georg Dietmair (Schriftführer)

* Johann Schuster (Kassier) gebildet.

Beschlüsse:

* Jedes Mitglied musste fünf Mark Aufnahmegebühr bezahlen

* Der Monatsbeitrag betrug eine Mark

* Feier der Wiedergründung durch ein Kränzchen

Auch als Fußballplatz stand wieder das alte Gelände zur Verfügung. Die Einweihung wurde mit einem Turnier gefeiert und im Anschluss daran wurde getanzt.

1949

1949 schien der Verein vor dem Aus zu stehen. Wurde bei der Jahreshauptversammlung im Februar 1949 noch die einheitliche Einkleidung der Mannschaft beschlossen, plagten den Verein schon einen Monat später schwere Existenzsorgen. Der Trainingseifer der 1.Mannschaft ließ so sehr zu wünschen übrig, dass ein Weiterbestehen des Vereines von der Trainingsbeteiligung abhängig gemacht wurde. Mindestens 15 junge Männer sollten sich bereit erklären, bei der Verpflichtung eines Trainers "aus Liebe zu Fußball und Verein das Training bis zum Schluss durchzuhalten". Gefunden wurden sodann 23 Spieler, die bereit waren diese Verpflichtung einzugehen. In der Folgezeit schlossen sich ruhigere Jahre an.

1959 kam es jedoch wiederum zu Turbulenzen. Aufgrund "Unsportlichkeiten von Spielern untereinander" trat der damalige 1. Vorsitzende Konrad Epple von seinem Amt, das er seit 1954 innehatte, zurück. Bei den Vorstandswahlen am 20. Dezember 1959 erklärte er sich dann doch wieder bereit zu kandidieren und wurde mit 41 von 46 Stimmen gewählt.

1965

Im Jahre 1965 ließ sich der Verein die Installation einer Lichtanlage am Fußballplatz 2500 Mark kosten.

Ab 1968 stand der Neubau des Sportgeländes an der Hagenheimer Straße im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens. Schon 1967 hatte Konrad Epple die Mitglieder bei einer Spielerversammlung darauf aufmerksam gemacht, dass dies für den Verein viel Arbeit und auch hohe Kosten bedeute. Am 6. Januar summierten sich die Eigenleistungen beim Bau der Anlage auf 4000 DM. Mit eingerechnet waren bei diesem Beitrag sowohl 249 Kipperstunden, 16 Raupenstunden, 4 LKW-Stunden sowie die erbrachten Arbeitsstunden der Mitglieder. Wie gut es mit dem Zusammenhalt im Verein klappte und wie sehr unseren Mitgliedern das Projekt am Herzen lag, lässt sich aus den erbrachten Arbeitsstunden ablesen. Bis zum 6. Januar 1973 konnten so über 44000 DM eingespart werden.

Der Gesamtwert der Anlage mit Halle belief sich derzeit auf 550000 DM. Nach fast fünfjähriger Bauzeit konnte das Sportgelände am Mittwoch den 4. Juli 1973 eingeweiht werden. Auf dem Festprogramm stand die Weihe durch den geistlichen Rat Stiefenhofer. Die Begrüßung übernahm der damalige Bürgermeister Anton Probst, der sich ganz besonders für den Bau des Sportgeländes eingesetzt hatte und dem FCH so manchen Stein aus dem Weg räumte.

Für besondere Leistungen beim Bau der Anlage wurden Konrad Epple, Andreas Weber, Konrad Scherdi, Heinrich Schöpf, Xaver Bosch und Michael Kraus von Landrad Müller-Hahl am Festabend geehrt.

1977 wurde auf der Anlage das Kreisjugendsportfest ausgerichtet, an dem 480 Kinder und Jugendliche teilnahmen.

ab 1980

Der durch das große Angebot hervorgerufene Anstieg der Vereinsmitglieder verlangte eine Vergrößerung der Tennissportanlage. Der Antrag des damaligen Abteilungsleiters Michael Asam auf Erweiterung der Anlage um einen Platz wurde von der Gemeinde abgelehnt. Alternativ wurde vom FCH vorgeschlagen eine neue Anlage "am Büchele" zu errichten.

1986 wurde damit begonnen die nötigen finanziellen Voraussetzungen zu schaffen und zu planen. Die Tennisanlage wurde unter großem Arbeitseinsatz der Abteilungsmitglieder gebaut. Nach mehreren Problemen, wie nach einem größeren Sturmschaden, konnte sie am 23. Juni 1993 eingeweiht werden, ebenso die Anlage der Stockschützen. Deren bisherige Anlage musste dem Neubau der Schule weichen.

Das Bauvorhaben war nur durch die große Anzahl freiwilliger Arbeitsstunden vieler Mitglieder zu realisieren. Auch die große Anzahl an Vereinsbeitritten wirkte sich positiv aus. So zählte der Verein 1996 erstmals mehr als 600 Mitglieder.

Die Tennisabteilung meldete in diesem Jahr erstmals eine Mädchenmannschaft für den Punktspielbetrieb an.

1994 war das Jahr der 70-jahrigen Gründungsfeier des Vereins, die an einem Wochenende im Juli unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Otto Sanktjohanser stattfand.

Ein Jahr später beschloss der Verein einen Bus anzuschaffen, um das Transportproblem unserer Fußballjugend zu lösen.

1996 wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, da die Satzungsänderung des FCH auf dem Programm stand. Dies hatte sowohl steuerliche als auch rechtliche Gründe und desweiteren wollte man die veraltete Satzung auf den neuesten Stand bringen.

1999 war das Jahr der 75-jährigen Jubiläums. In diesem Jahr wurden erstmals mehr als 700 Mitglieder gemeldet.

Sparten ab 1973

War der FCH bis 1973 noch ein reiner Fußballclub, so eröffneten sich nach dem Neubau der Anlage mit der Halle völlig neue Möglichkeiten. Schon vor der offiziellen Einweihung am 1. Juli 1973 wurde die Tischtennisabteilung gegründet. Bereits im November 1973 kam eine weitere Abteilung, das Damenturnen, mit Hannelore Dörrstein an der Spitze. Drei Jahre später folgten die Abteilung Tennis sowie die Stockschützenabteilung. Angesiedelt waren diese beiden Abteilungen zunächst ebenfalls am Sportgelände an der Hagenheimer Straße. 1984 wurde die Abteilung Volleyball gegründet, im Jahr 1986 die Abteilung Kinderturnen. Und im 75. Jubiläumsjahr 1999 wurde die achte Abteilung ins Leben gerufen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. Mai 2011 um 09:48 Uhr